No-Billag-Initiative

Gut, dass Bundesrätin Doris Leuthard Klartext gesprochen hat. Ich teile ihre Meinung. Nach dieser Initiative sollen Radio und Fernsehen fremd gehen und dem globalen Medienmarkt überlassen werden. Diese Initiative ist das frechste Volksbegehren, worüber ich in meinem Leben abzustimmen habe. Ein Institution, die sich Jahrzehnte bewährt hat, ausgewogen und neutral informiert, angemessene Unterhaltung und Sport bietet, soll zerstört werden. Geld regiert die Welt, leuchtet hinter dieser Initiative auf. Dies würde wohl zu einem echten nationalen Notstand führen. Wir Radiohörer und Fernsehzuschauer sollten herum surfen, und die wesentlichen Nachrichten für unser mehrsprachiges Land aus zerstückelten Sendern mit vielen Tendenzen zusammen kramen. Das muten uns die Initianten zu. Nein, das darf nicht sein.

Starke Männer

Starke Männer politisieren nicht für das Volk, vielmehr brauchen sie es für ihre Zwecke.

Hass

Wer Menschen hasst, hasst sich selbst. Er ist mit sich unzufrieden.

Der Hund

Schopenhauer meint: «Woran denn sollte man sich von der Verstellung, Falschheit und Heimtücke erholen, wenn es keinen Hund gäbe?» Jeder Hundebesitzer würde ihm zustimmen. Aber nicht jeder verhält sich wie sein Hund.

Reichtum

Nochmals Schopenhauer, er bezieht sich nicht etwa auf die «Paradise Paper»: «Der Reichtum gleicht dem Seewasser: je mehr man davon trinkt, desto durstiger wird man.» Man kann im Seewasser aber auch versaufen.

SRG

Die SRG-Sender sind die einzigen, die Politiker kritisieren können. Also sollten sie doch ein Interesse haben, dass sie bestehen bleiben.

Abschiedsgottesdient

In der Kirche wird neuestens geklatscht, wenn der Jodelclub für den Verstorbenen ein Lied vorgetragen hat.
Machtlos daneben der Priester, der um die passenden Worte ringt.

Rigi Pläne

Was bringt es den Menschen, wenn die Rigi mit Attraktionen verkleistert wird? Nehmen sie den Menschen nicht etwas, was der Berg alleine gibt? Das beglückte Schauen in den Alpenkranz und das besinnliche Wandern nach einer Rast. Wer einen «Streichelzoo» wünscht, gehe in einen Tiergarten. Wer nach einer «Swiss-Shopping-Welt» verlangt, besuche ein Warenhaus. Wer reine Luft und eine phänomenale Aussicht sucht, gehe auf den Berg. Die Welt rund um den Berg ist schon lange ein «Abenteuerpark».

Botschaft von Bruder Klaus

Der reife Kern Nikolaus von Flües Botschaft, sagt Christoph Blocher auf dem Flüeli-Ranft, sei leicht zu finden: «Du sollst Dir immer dessen bewusst sein, dass deine Kraft, deine Mittel, aber auch deine Weisheit beschränkt sind.» Das schärft ein Milliardär dem einfachen Volk ein, der gerade mit Millionen seiner Milliarden Zeitungen seines Geistes zusammengekauft hat, um das Volk mit seiner Weisheit zu belehren. Da feiert der Widerspruch fröhliche Urständ und niemand sollte es merken. Das hat die Hierarchie der Kirche immer schon verkündet: «Lebt bescheiden, opfert euren Obolus, beichtet ehrlich und ihr werdet dafür im Himmel belohnt.»

Lüge

«Populismus ist Lüge», schreibt Boris Schumatsky in der NZZ vom 13. März 2017 und begründet den Satz mit vielen Belegen. Vor der Abstimmung zur Masseneinwanderungsinitiative behaupteten Vertreter der SVP, diese tangiere die bilateralen Verträge nicht. Und nun scheiterte die Umsetzung an genau diesen Verträgen. Also haben wir es hier mit Populismus zu tun.

Volk

Gewinnen Populisten eine Volksabstimmung, verlangen sie eine strikte Umsetzung der Initiative im Gesetz. Verlieren sie, braucht man das Volk nicht so ernst zu nehmen. Wer ist für sie nun das Volk?

Demokratie

In der Demokratie wählt das Volk auch Männer, die sich durch die Gunst eben dieses Volkes zu ihrem absoluten Herrscher aufschwingen oder es zu tun versuchen. Putin gehört zu ihnen, aber auch Hitler wurde vom Volk gewählt und viele weiteren Autokraten. Leider werden sie von den Wählende nicht nach ihrer Rechtsstaatlichkeit gefragt, die über der Demokratie steht. Er, der Rechtsstaat, ist der Massstab für das

Grössenwahn

Trump: Die Unterschrift unter die Dekrete weist von mal zu mal höher ausschlagende Buchstaben auf. Ein Zeichen, das ihm der Kamm wächst. Die Schrift verrät den Grössenwahn.

Hass

Glarner: Er werde zupacken, wenn ihn einer beleidige, las ich in «Zwanzig Minuten». Er spürt nicht, dass er mit seinem Burka-Plakat einerseits lügt und andererseits eine Generation von Ausländern, die sich einbürgern lassen möchte, beleidigt. Der Hass auf junge Ausländer der dritten Generation kann nur auf Selbsthass gedeihen. Hass auf andere frisst den Hassenden innerlich auf.

Lügenpresse

Lügenpresse: Die Politik steht nicht im Ruf ehrlich zu sein. Sie kaschiert die Unwahrheit mit Meinungen. Und eine Meinung kann jeder haben, sei sie elaboriert oder einfach nachgesagt.