Prezzémolo in tutto und ein Bankett mit George W. Bush

In Palanza, am lago maggiore, bestellte ich eine Minestrone. Der Wirt bediente höchst persönlich. Ich brachte die Sprache auf Berlusconi. «Lui», der Wirt stoppte für einen Augenblick und meinte dann: «Prezzémolo in tutto», drehte die Finger, als ob er Petersilie zerreiben wollte, um sie über die Minestrone zu streuen. Das war ein starkes Bild. Der Staatspräsident hat die Finger in allem, auch in einer dicken Suppe, in einem Mischmasch von allerlei Gemüse. Petersilie ist fast auf allen Gerichten!

Am gleichen Tag las in «La Stampa», der Cavaliere habe vierzig Tage vor den Wahlen mit George W. Bush getafelt. Die Gäste hätten dabei Eintrittskarten von Tausend bis zu Hunderttausend Dollar bezahlt. Wer in Händedrucknähe zum Präsidenten sass, bezahlte den höchsten Preis. So eine Eintrittskarte muss sich auszahlen!

Die Korruption spielt sich vor aller Welt ab, ungeniert und schamlos. Kein Wunder, dass Politik auf höchster Ebene zum Götzendienst verkommen ist, dass Staatspräsidenten vormachen, wie man um das goldene Kalb tanzt.