Zerstörung von Institutionen

Gewisse Kreise scheinen eine grosse Lust zu haben, gut funktionierende Institutionen und hart erarbeitete Verträge zu zerstören, um eine Kampfzone für die Grossfinanz zu schaffen. So bei der No-Billag-Initiative und der Kündigung der Bilateralen Verträge mit der EU. Bei No-Billag ist es Mode geworden, die SRG zu beschimpfen, sie sei viel zu gross, zu aggressiv und die Führungsspitze sei abgehoben. Warum aber wollen sie dem Schweizer Radio-und Fernsehen die Existenzgrundlage entziehen, wenn es nachher nichts mehr zu korrigieren und zu verkleinern gibt? Das widerspricht jeder vernünftigen Logik. Mit dem Argument der überflüssigen Vielfalt könnte man jede Zeitung abbestellen. Ich bezahle für ein abonniertes Blatt 679 und für das zweite 458 Franken pro Jahr. Meine Lesezeit aber ist beschränkt. Sodass ich nur lese, was mir lesenswert erscheint. Mehr als Dreiviertel geht ungelesen zum Altpapier.
Die SRG-Medien fördern das Gespräch unter den Menschen. Was gäbe es zu schimpfen oder zu loben, wenn jeder nur noch ein Zahlabonnement hätte? Er müsste jenen suchen, der für das Gleiche bezahlt. Damit wird die Gesellschaft noch mehr zerstückelt. Ich höre auch immer wieder Leute über Dinge reden, die ich bei der SRG auch gehört und gesehen habe. Das stiftet die berühmte Kommunikation unter den Bürgern und hält das Volk zusammen.