Empörung über Plakataktion

Der Schweizerische Gewerkschaftsbund wirbt für ein Nein zur IV-Revision. Auf Plakaten und Postkarten bildet er drei behinderte Bundesräte ab. Es sind Fotomontagen. Man kann sagen: «Das geht zu weit.» Immerhin machen sie auf das aufmerksam, was gerne übersehen und ausgeblendet wird.
Die Frage, die sich aufdrängt, heisst schlicht: Wer hat mit solch starken Auftritten angefangen? Es brauche eine immer stärkere Dosis an Emotionen, um Aufmerksamkeit zu erregen, behaupten die Werbefachleute. Mit sachlichen Argumenten komme man dem Volk nicht bei. Die Kampagne des SGB weckt Emotionen und löst heftige Diskussionen aus. Wer wird die Dosis erhöhen, ihr ein Gift beimischen, wenn es um finanzielle Interessen und um Wahlerfolge geht?