Zum Plakat der SVP – gegen Masseneinwanderung

Tägg tägg tägg – sie marschieren wieder, die Männer mit den Stiefeln, und folgen ihrem Führer.

Der Wind aus der Tiefe

«Il vento dal profondo» übersetzt Paul Ginsborg das Wort «bottom wind» von Samuel Coleridge in seinem Buch «Salviamo l’Italia». In Italien fehle der Wind aus der Tiefe. In der Tat, er weht sogar in der Poebene über die Oberfläche, und so wird allmählich alles oberflächlich. Es ist zu hoffen, dass unsere Medien, und vor allem die SRG, den Menschen doch noch ein bisschen Wind aus der Tiefe spüren lassen, sonst trocknet auch unser Land aus.

Christoph Blocher

Am 18.10.2006 titelte ich eine Kolumne: «Christoph wird uns fehlen». Eine ähnliche hätte ich über Silvio Berlusconi schreiben können, denn beide Milliardäre inszenieren sich glänzend vor den Medien. Nach der 1. August-Rede Blochers auf dem Gotthard sage ich: Es ist Zeit, dass er abtritt; sagte er doch in einem Interview selber, er sage eigentlich immer dasselbe, und dies in immer grösserer pathologischer Manier – wie Silvio übrigens.

Kaspar Villiger

Am 21. 11. 2003 erschien in der NLZ meine Kolumne «Kaspar Villiger – ein Staatsmann tritt zurück». Darauf erreichte mich ein Brief mit der Frage, wie ich auf die Idee komme, Villiger einen Staatsmann zu nennen, was er keineswegs sei. Weil ich glaubte, ich hätte meine Ansicht genügend begründet, warf ich den Brief weg. Heute müsste ich mich beim Briefschreiber entschuldigen und ihm Recht geben. Er sei halt doch nur ein Banker, müsste ich schreiben, und wahrscheinlich war er es schon damals, als ich seine Aufsätze las.