Gläubige sollen lateinisch beten

Benedikt XVI. ist ein Papst, der in der Vergangenheit die Zukunft sieht. Geschiedene Katholiken dürften keine Kommunion erhalten, der priesterliche Zölibat sei unverzichtbar. Zugleich entfesselt der Papst gegen die Regierung Prodi, die gleichgeschlechtlichen Paaren einen zivilrechtlichen Schutz geben möchte, einen Sturm der Entrüstung. Die Polemik in den italienischen Medien dauert an. So werde die Familie zerstört. Sie aber sei der Hort der menschlichen Fortpflanzung. Dazu könnten Priester doch auch einen Beitrag leisten. Und nun sollen wir noch lateinisch beten. Der Papst betreibt ein Glasperlenspiel. Wie weit weg vom Volk will er die Kirche führen?

Siehe NLZ vom 14. März 2007