Die Bürokratie verringern

zu: Die Kontroverse zur neuen Gebühr für Radio und TV


Der Gewerbeverband unter der Leitung von Hans-Ulrich Bigler schiesst aus allen Rohren gegen das neue Gebührengesetz für Radio und Fernsehen, RTVG. Da ist es geradezu wohltuend, dass ein Kleingewerbler, ein ehrliches Wort über den Gebrauch von Radio und Fernsehen in einem Betrieb spricht. Dies versachlicht die Diskussion. Nationalrat Alois Gmür, Mitinhaber der Brauerei Rosengarten AG in Einsiedeln, zählt in seinem Betrieb die Geräte und kam auf 15. Dafür bezahlt er 400 Franken. Was aber vor allem wichtig ist, die die Gebühren eintreibende Billag muss nach Annahme weder in Haushalten, noch Kleinbetrieben und Unternehmungen schnüffeln, um herauszufinden, ob vielleicht doch irgendwo, versteckt oder offen, ein Gerät steht. Damit kommt endlich eine Vorlage zur Abstimmung, die die Bürokratie eindämmt. Für weniger Bürokratie kämpfen doch seit Jahren der Gewerbeverband und regionalen Gewerbevereine. Darum ist es für mich völlig unverständlich und widersprüchlich, dass dieses Gesetz bekämpft wird. Da geht bei mir der Verdacht um, dass es im Grunde um andere Dinge geht.